Viviane Podlich Arbeiten Media Vita Kontakt Viviane Podlich Arbeiten Media Vita Kontakt Deprivation I
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Deprivation I
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Konzept, Maskenbau & Kostüm:Viviane Podlich Foto:Wanja Podlich Freies Projekt:Herbst 2020 Berlin Annäherung an eine Gefühlswelt in einer durch die Pandemie sensorisch beraubten Welt.

"Hundert Hände wachsen aus meinem Kopf, alle schreien nach Berührung, aber es gibt keine Erfüllung."

Im Herbst 2020 habe ich eine Deprivationsmaske gebaut, bestückt mit 100 medizinischen Latexhandschuhen, unter der einem alle Sinne genommen sind. Unfähig zu riechen, zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu schmecken, versuche ich mit dieser figurgewordenen Deprivation meinen Weg zu finden und den Alltag zu erfüllen. Mein Bruder Wanja hat mich dabei mit der Kamera begleitet.

Deprivationsmasken werden unter anderem zur sogenannten weißen Folter (verursacht keine sichtbaren Spuren, aber erhebliche psychische Schäden) benutzt. Ebenso kann, selbstgewählt, eine sensorische Deprivation zur Stress- Reduzierung beitragen und bewusstseinserweiternd wirken.
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De·pri·va·ti·on - Synonym für Entbehrung, Entzug von etwas Erwünschtem, Mangel, Verlust, Isolation von etwas Vertrautem.

Du kannst es nicht sehen, es ist verborgen. Aber die Straßen werden leer und die Lokale sind zu.
Du kannst es nicht hören, es verbreitet sich still. Aber die Geräuschkulisse verändert sich. Jeder Tag hört sich an wie ein Sonntag.

Du kannst es nicht riechen, es hat keinen Geruch. Aber wir nehmen die Welt nur noch gefiltert durch Masken war, ein Nebel von Desinfektionsmittel überdeckt alles.

Du kannst es mit Händen nicht greifen, es ist zu klein. Aber wir berühren uns nicht mehr. Wenn wir uns fühlen, dann nur noch durch Plastik.

Du kannst dich ihm nicht verwehren, aber es kann dir alles nehmen.

Das Gegenüber ist potentielle Gefahrenquelle, was bleibt ist der Rückzug in den eigenen Körper, in die eigene Deprivation. Vereinzelt treiben wir voran in den Wellen der Statistik. Ohne belastbare Zukunftsentwürfe strampeln wir in der Gegenwart voran, aber unsere Bahnen verlaufen immer wieder im Kreis.

Text © Viviane Podlich Bilder © Wanja Podlich

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